Marina von Bithynien

· Gedenktag orthodox: 12. Februar, 18. Juni
· Name bedeutet: Frau vom Meer (lateinisch)
· Mönch
· Patronin: gegen Schmerzen
· Attribute: von Polistena bei Reggio Calabria; mit Kind vor Klosterpforte
· Geboren in Bithynien, Türkei
· Gestorben im 5. Jahrhundert in Syrien
Es existiert eine Legende um Marina von Bithynien, die berichtet, dass sie als kleines Mädchen
von ihrer Mutter verlassen wurde und daraufhin ihrem Vater Eugen ins Kloster folgte. Unter dem
Namen Marinos sowie in Männerkleidung getarnt, lebte sie fortan als Mönch und niemanden fiel
auf, dass sie in Wahrheit eine Frau war. Eines Tages beschuldigte sie jedoch eine Frau, der Vater
ihres unehelichen Kindes zu sein. Der Klosterleitung wurde die Sache zu heiß und Marina wurde
ausgestoßen, sodass sie fortan außerhalb des Klosters für das Kind sorgen musste, obwohl ihr
diese Tat nicht zuzuschreiben war. Marina soll ihr Dasein bis zu ihrem Tod auf diese Weise
gefristet haben und ihr wahres Geschlecht wurde erst nach ihrem Ableben offenbart.

Eine weitere Legende rankt sich um Marina. Demnach soll sie von Sizilien nach Syrien gereist
sein, wo sie – aufgrund des vermuteten Besitzes von Geld – von Seeleuten ins Meer geworfen
wurde. Doch Marina wurde wie durch ein Wunder gerettet und lebte fortan unter dem
männlichen Namen Marinus für drei Jahre lang in einem syrischen Kloster. Letztendlich kehrte
sie auf ihre Heimatinsel Sizilien zurück und starb hier.
Die Geschichten rund um Marina scheinen voller Mysterien und geben viel Raum für
Spekulationen. Ob sie tatsächlich als kleines Mädchen ihrem Vater ins Kloster folgte und dort ihr
Leben täuschend als Mönch lebte, bleibt unklar. Ebenso fraglich ist, welche Wahrheit sich hinter
der Beschuldigung der Frau verbirgt. Einzig und allein scheint sicher zu sein, dass Marina ein
bewegtes und abenteuerliches Leben geführt hat, welches schließlich auf tragische Weise endete