Orthodoxe Ikone | Heiliger Michael, Reiter der Apokalypse | 24911

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24911

Russische Ikone

19. Jahrhundert

57 x 71.5 cm

signiert W.P. Suslov (Moskau)

Beschreibung

Dargestellt ist der Erzengel Michael als Reiter des Jüngsten Gerichts, wie es im Buch der Offenbarung von Johannes („die Apokalypse“) beschrieben ist. Gedenktag: 8. November. Am Rand links: ein Heiliger Schutzengel, der Heiliger Erzbischof Nikolaus von Myra und der Heilige Bischof Dorotheus von Tyrus. Rechts: die Heilige Märtyrerin Julitta mit ihrem Sohn Quiricus, die Heilige Maria von Ägypten sowie die Heilige Märtyrerin Marina.

Die Offenbarung des Johannes entwirft in Bezug auf die alttestamentliche Überlieferung, insbesondere des Buchs Daniel, in visionären Bildern eine christliche Eschatologie. Das Jüngste Gericht steht am Ende der tausendjährigen Herrschaft des Messias, die mit seiner ersten Wiederkunft, der ersten Parusie, beginnt. In einer „ersten Auferstehung“ (Offb 20,5 EU) gelangen zuerst die Märtyrer zur Herrschaft. In diesem tausendjährigen Reich ist der Satan gefangengesetzt. Es endet mit der zweiten Wiederkunft, der Freilassung Satans und seiner ewigen Verdammnis nach dem endgültigen Sieg über ihn und seine Heerscharen in einem letzten Kampf (Offb 20,7–10 EU).

Der Kampf zwischen den Streitern des Guten (Engel) und dem Teufel oder Satan ist hierbei bereits Teil des Jüngsten Gerichts, das durch die zweite Wiederkunft Christi als des Richters über alle Toten und die Überwindung und Vernichtung des Todes selbst abgeschlossen wird: „Sie wurden gerichtet, jeder nach seinen Werken.“ (Offb 20,13 EU) Auf das Jüngste Gericht folgt der „neue Himmel“ und die „neue Erde“, das „Neue Jerusalem“ (Offb 21,1 EU) als abschließende Erfüllung aller Verheißung vom Reich Gottes.

In der Vision des Sehers Johannes (Offb 12,7 EU) besiegt der Erzengel Michael den Teufel in Gestalt eines Drachen und stößt ihn hinab auf die Erde: „Da entbrannte im Himmel ein Kampf; Michael und seine Engel erhoben sich, um mit dem Drachen zu kämpfen. Der Drache und seine Engel kämpften, aber sie hielten nicht stand und sie verloren ihren Platz im Himmel. Er wurde gestürzt, der große Drache, die alte Schlange, die Teufel oder Satan heißt und die ganze Welt verführt; der Drache wurde auf die Erde gestürzt, und mit ihm wurden seine Engel hinabgeworfen.“

In dieser apokalyptischen Szenerie reitet der Heilige Erzengel als Archistrategos (Anführer der himmlischen Scharen) auf einem feurigen Pferd und stößt mit der Lanze in Richtung des sich am Boden kringelnden Teufelsdrachen. Dabei bläst er die Posaune und hält Rauchfass und Evangeliar.

Links oben: der segnende Christus Pantokrator.

Oben Mitte: die Gottesmutter des Zeichens (Znamenie), betend mit dem Christus Immanuel vor der Brust schwebend.

Herum: vier Engel beschriftet (im Uhrzeigersinn): Osten, Norden, Süden, Westen.

Text links oben neben dem Engel: „vom Evangelium kam Frömmigkeit im Weltall“ und „vom Weihrauchfass kam Wohlgeruch im Weltall.“

Text im Regenbogen: „Zu deinen Boten bestellst du die Winde, zu deinen Dienern das Feuer.“

Text neben der Posaune: „Die Posaune erweckt die von Ewigkeit her Schlafenden.“

Schrift unten: „Im kochenden Meer bleibt der Feind am Ende keine Waffen mehr und seine Stadt ist zerstört: Ihre Erinnerung ist im Lärm verschwunden in alle Ewigkeit.“ und „Ikone des Ikonenmalers W.P. Suslov in (Moskau?) Stadt beendet am 8 Juni.“

Die Suslov-Familie waren bekannte Ikonenschreiber in Palech und Moskau.

Heiliger Nikolaus von Myra (6. Dezember, 9. Mai und 29. Juli): Erzbischof von Myra in Lykien, gilt als einer der wichtigsten und bekanntesten Heiligen der Ostkirchen und der lateinischen Kirche. Er gilt u.a. als Patron der Kinder, Gebärenden, der alten Menschen, Reisende, Seeleute, Richter, Rechtsanwälte, Notare, Apotheker, Wirte, für die glückliche Heirat.

Heilige Dorotheus von Tyrus (5. Juni und 9. Oktober): Dorotheus war Bischof von Tyrus in Phönizien (Heute Sur im Libanon). In der Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian und Galerius wurde er um des Glaubens willen verfolgt und ins Exil verwiesen, konnte nach deren Ende aber wieder zurückkehren und 325 am 1. Konzil in Nicäa teilnehmen. Unter Kaiser Julian Apostata musste er abermals fliehen und ging nach Odyssopolis in Thrakien, wo er gefangen genommen wurde und nach vielen Schlägen im Alter von 107 Jahren starb.

Heilige Märtyrerin Julitta und ihr Sohn Quiricus (15. Juli): Sie erlitten während der Christenverfolgung unter dem römischen Kaiser Diokletian um 304 den Märtyrertod. Sie gelten als Schutzpatrone für Familien und für kranke Kinder.

Heilige Maria von Ägypten (1. April und fünfter Sonntag der Fastenzeit): Sie war eine altkirchliche Eremitin. Über ihr Leben ist nur Legendarisches überliefert. Sie gilt als Patronin der Büßer und reumütigen Sünder.

Heilige Märtyrerin Marina/Margareta von Antiochien (17. Juli): Sie war eine Geweihte Jungfrau und Märtyrin an der Wende vom 3. zum 4. Jahrhundert.

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